Sackgasse Transmutation

Sylvia Kotting-Uhl, Grünes Urgestein der Anti-Atom-Bewegung und atompolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, lud Mitte Juli zu den „Karlsruher Atomtagen“. Vier Tage lang diskutierten die zahlreichen Teilnehmer untereinander und mit prominenten Gästen aus allen politischen und wissenschaftlichen Bereichen über Stand und Perspektiven der Atompolitik.

Einer der Höhepunkte war ein bemerkenswert breit besetztes Panel zum Thema Transmutation. Transmutation bedeutet, stark vereinfacht, eine Art „Recyclingkonzept“ von abgebrannten Uranbrennstäben. Sie verspricht, das Volumen des hochradioaktiven Mülls ebenso wie dessen Halbwertszeit deutlich zu reduzieren. Manche Befürworter glauben, so die Suche nach einem Endlager auf technischem Wege komplett überflüssig machen zu können.

Ich hatte das Vergnügen, diese fast vierstündige Debatte moderieren zu dürfen. Die Gästeliste versprach spannende und kontroverse Debatten:

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Die Reaktoren von Hinkley Point A in blau, rechts Hinkley Point B

Klage gegen Hinkley Point C eingereicht

Das britische Atomkraftwerk Hinkley Point soll um einen neuen Reaktor     (Hinkley Point C) erweitert werden. Hierfür wurden EU-Subventionen in Höhe von mehr als 100 Milliarden Euro genehmigt.

Die Österreichische Regierung hat nun beim Gericht der Europäischen Union in Luxemburg Klage eingereicht. Deutsche und österreichische Stromanbieter haben sich angeschlossen und klagen ebenfalls. Leider hat die deutsche Regierung bislang davon abgesehen, sich zu beteiligen. Laut den Klägern widersprechen die genehmigten Subventionen dem Beihilferecht der Europäischen Union und seien somit unrechtmässig. Ausserdem wird eine Verzerrung des europäischen Strommarktes durch Subventionspakete in der Atombranche von den klagenden Unternehmen befürchtet.

Der österreichische Bundeskanzler Werner Fayman (SPÖ) merkte an, dass Subventionen „moderne“ Technologien unterstützen sollen, die im „allgemeinen Interesse aller EU-Staaten“ liegen. Das trifft bei Atomkraft in keiner Weise zu.

Wir ziehen um

Über 12.000 Abonnenten, an manchen Tagen mehr als 4.000 Zugriffe – Der Antiatomblog weckt Interesse, findet Zustimmung, aber auch Kritik. Beides freut mich, denn ein so komplexes Thema wie die Atompolitik ist gerade auch aufgrund des beschlossenen aber noch nicht vollzogenen Atomausstiegs in Deutschland nach wie vor brisant.

Die Debatten in der Endlagerkommission und der sie begleitenden Öffentlichkeit zeigen, dass es noch viele ungelöste Aufgaben gibt. Deshalb werde ich meinen Blog auch über die Sommerpause hinweg weiter führen, so gut es mir möglich ist.

Nutzen möchte ich die naturgemäß nachrichtenärmere Zeit im Sommer aber dazu, einen längst fälligen Umzug zu vollziehen:

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Block 1 und 2 des AKW Forsmark

Heute vor 9 Jahren: Störfall im AKW Forsmark

Am 25. Juli 2006 kam es im Kernkraftwerk Forsmark (Provinz Uppland, Schweden) zu einem Störfall. Durch einen Kurzschluss, der von Wartungsarbeiten an einem nahe gelegenen Stellwerk verursacht wurde, kam es zur zeitweiligen Abtrennung des Reaktors Forsmark-1 vom Stromnetz. Vier der acht Kühlwasserpumpen fielen aus und nur zwei der vier Dieselgeneratoren konnten in Betrieb genommen werden. Durch das teilweise Versagen der Anlagensteuerung, verloren die Mitarbeiter für 22 Minuten den Überblick.

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