Bild: AKW Krümmel (c) Quartl / commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0

AKW Krümmel: Vattenfall beantragt Rückbau

Das AKW Krümmel wurde 1983 in Betrieb genommen. Schon früher gab es öfter Störfälle und von 2007 bis 2009 ging der Reaktor ganz vom Netz. Nach der nuklearen Katastrophe von Fukushima 2011 wurde dem AKW schließlich die Berechtigung zum Leistungsbetrieb entzogen.

Jetzt hat Vattenfalll nach Jahren der Unklarheit die Stilllegung und den Abbau des AKW beantragt. Der zuständige Schleswig-Holsteinische Umweltminister Robert Habeck begrüsste die Entscheidung des Unternehmens und nannte sie einen bedeutenden „Schritt auf dem Weg zum tatsächlichen Ende der Atomenergie in Schleswig-Holstein.

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Auftaktpressekonferenz zur 38. Jahreshauptversammlung des Deutschen Städtetages am 09. Juni 2015 in der Messe Dresden. Foto: André Wirsig für den Deutschen Städtetag

Kommunale Spitzenverbände fordern transparenten Beteiligungsprozess in der Endlagersuche

Die Kommission zur Lagerung hochradioaktiver Abfallstoffe hatte der Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände vorgeschlagen, sich an der Arbeit der Kommission zu beteiligen. Die Bundesvereinigung ist ein Zusammenschluss aus dem Deutsche Städtetag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund sowie der Deutsche Landkreistag. Ihr Ziel ist sich zu „übergreifenden kommunalen Problemen gemeinsam zu äußern„.

Die kommunalen Spitzenverbände bekundeten nun ihre Bereitschaft zur Beteiligung und formulierten ihre Ziele im Bezug auf die zukünftigen Beteiligungsprozesse in der Endlagersuche.

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BBLOG – Der Countdown läuft ….

Pünktlich am 1. September 2015 startet unser neuartiges, umfassendes Webmagazin zum Thema Bürgerbeteiligung mit interessanten Berichten über aktuelle Beteiligungsverfahren und Neuigkeiten aus Wissenschaft und Forschung. Vertiefende Interviews und ausführliche Hintergrundartikel runden das Angebot ab – ebenso wie eine Methodendatenbank und viele andere Angebote mehr.

Hier ein erster Screenshot des neue Webmagazins. Zu erreichen ist es unter www.bblog.de. Also: Ab 1. September reinschauen, es lohnt sich!

Endlagerkommission diskutiert Nationales Entsorgungsprogramm

Heute Morgen habe ich noch hier im Blog berichtet, vor welchen Herausforderungen die Endlagerkommission nach Vorlage des Nationalen Entsorgungsprogramms steht, soeben kam eine Unterrichtung der Vorsitzenden:

Der Beginn der nächsten Sitzung der Endlagerkommission am 14. September in Berlin wird auf 10:30h vorgezogen. Dazu erwartet die Kommission Staatssekretär Jochen Flasbarth aus dem BMUB. Für die Informationen von Staatssekretär Flasbarth und eine sich anschließende Debatte der Kommission über das Entsorgungsprogramm sind etwa 90 Minuten eingeplant. Die Expertenanhörung zu ,,Erfahrungen in Großprojekten“ soll daher erst im Anschluss, etwa ab 12.00 Uhr, starten.

Am 14. September kann es sich lohnen, live oder via Bundestags-TV dabei zu sein. Die Debatte dürfte hitzig werden …

Bild: Einlagerungsschacht für die geplante Endlagerung von schwachen- und mittelradioaktiven Müll. Die Maschine fräst die neuen Tunnel. (c) Wusel007 / commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0 (Ausschnitt)

Eins, zwei, drei, vier, viele Endlager?

Zur Zeit erleben wir eine etwas absurde Debatte in der Endlagerfrage: Auf der einen seit werden es konkret immer weniger Endlagerstandorte mit immer weniger Möglichkeiten – auf der anderen Seite steigt die Menge des amtlich anerkannten Atommülls dramatisch an. Und auf der Suche nach einer Endlagermöglichkeit treten wir auf der Stelle.

Im Nationalen Entsorgungsprogramm ist die Menge des endzulagernden Atommülls erstmals halbwegs realistisch benannt. Eine Lösung dafür felt. Die Asse ist abgesoffen, Gorleben politisch und technisch erledigt und im Schacht Konrad wird es nicht mehr Einlagerung geben, als ursprünglich geplant. Einer Erweiterung hat die Bundesumweltministerin eine Absage erteilt. Damit hat sich das Volumen des Endlagers, dessen Findung die Endlagerkommission vorbereiten soll, mal eben um rund 1000% erhöht.

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Bild: AKW Beznau (Schweiz) (c) Roland Zumbühl, Picswiss / commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0

Schweiz: AKW Beznau erdbebengefährdet

Das momentan aufgrund von Revisions- bzw. Nachrüstungsarbeiten am Reaktordruckbehälter abgeschaltet, AKW Beznau soll langfristig vom Netz genommen werden. Das fordern Anwohner zusammen mit namhaften schweizer Umweltverbänden. Diese erheben schwere Vorwürfe gegen die Kernkraftsaufsichtsbehörde ENSI.

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Bild: AKW Gösgen (c) ch-info.ch / commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0

Ein kurzes Vergnügen!

Nachdem am Sonntagabend alle 5 Reaktoren in der Schweiz vom Netz genommen wurden – und die Schweiz somit kurzerhand frei von Atomstrom war – ging das AKW Gösgen wieder ans Netz.

Laut Betreibern wurde „die Dampfleckage im nicht-nuklearen Turbinenkreislauf“ behoben und am Dienstag um 13:32 wurde die Produktion wieder aufgenommen. Kontinuierlich soll die Leistung auf 100 % gesteigert werden.

An den anderen vier Meilern werden Reparatur- und Revisionsarbeiten durchgeführt, diese bleiben erst einmal abgeschaltet.

Mehr Erneuerbare Energien für Österreich

Ende der 70er verzichtete Österreich – aufgrund einer Volksabstimmung – auf die Inbetriebnahme des einzigen jemals auf österreichischem Boden erbaute AKW Zwentendorf. Seit jeher fährt unser Nachbarland eine Anti-Atom-Politik. auch bei den Klagen gegen Hinkley Point C ist die österreichische Regierung ganz vorn mit dabei.

Eine Umfrage des Instituts Gallup ergab nun, dass die Österreicher nicht nur keinen Atomstrom wollen (87% lehnten diesen ab), sondern sich auch mehrheitlich für mehr Erneuerbare Energien aussprechen. Laut den Ergebnissen stehen mehr als 60% der Österreicher dem Ausbau der Wasser- und Windkraft sowie der Energiegewinnung durch Photovoltaik und durch Erdwärme positiv gegenüber.

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Endlagerkommission (c) Ylva Sommer

Das nationale Entsorgungsprogramm und die Endlagerkommission

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) hat sich in einem Schreiben an die Endlagerkommission des Deutschen Bundestages gewandt. Hintergrund ist der Beschluss des Bundeskabinetts, das mit Blick auf die Frist die von der EU-Kommission vorgegeben ist, eine Stellungnahme abgegeben hat, wie künftig im Rahmen eines nationalen Entsorgungsprogramms (Napro) mit dem in Deutschland anfallenden Atommüll umzugehen ist.

“Neu ist, und das beißt sich mit dem Standortauswahlgesetz (StandAG), dass das angeblich noch zu findende zweite Endlager neben dem Schacht Konrad bei Salzgitter ein ‘Mischlager’ wird”, schreibt die BI. Bisher habe die Endlagerkommission an den Sicherheitskriterien für eine Deponie gefeilt, in der “insbesondere hochradioaktive Abfälle” eingelagert werden sollen. Jetzt werde klar, dass das Thema lauten muss, sich mit allen Arten von Atommüll zu befassen, denn ein “Mischlager”, das alles aufnehmen soll, was nicht “Konrad-gängig” ist, bedarf ganz anderer Sicherheitsbetrachtungen.

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