Heute vor 18 Jahren: Atomunfall in der Wiederaufbereitungsanlage von Tokai-mura

Am 30. September 1999 wurden bei einem Unfall in der japanischen Wiederaufbereitungsanlage Tokai-mura 667 Menschen verstrahlt, zwei von ihnen starben innerhalb kürzester Zeit an den Folgen der radioaktiven Belastung.

In der Anlage wurde Mischoxid-Brennstoff für den Brüter in Joyo (Japan) hergestellt. An diesem Tag füllten die Arbeiter jedoch anstatt der erlaubten 2,4 Kilogramm die siebenfache Menge an Uran in den Präzipitationsbehälter. Weiterlesen Heute vor 18 Jahren: Atomunfall in der Wiederaufbereitungsanlage von Tokai-mura

Bild: Kontaminierte Osturalspur (c) Jan Rieke / commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0

Heute vor 60 Jahren: Katastrophe bei Kyschtym

Am 29. September 1957 ereignete sich der drittschwerste AKW-Unfall der Geschichte – nach Tschernobyl und Fukushima – in Kajak. Er wurde mit INES 6 eingestuft.

Die kerntechnische Anlage Kajak liegt im Südural, 15 Kilometer östlich der Kleinstadt Kyschtym. Sie war als erste sowjetische Produktionsstätte für spaltbares Material eine der wichtigsten Anlagen der ehemaligen Sowjetunion. Das Gelände der Anlage umfasste knapp 90 Quadratkilometer. Weiterlesen Heute vor 60 Jahren: Katastrophe bei Kyschtym

Heute vor 35 Jahren: Die Katastrophe vor der Katastrophe

Heute vor 35 Jahren gab es den ersten Störfall in Tschernobyl. Untrennbar ist der Begriff „Tschernobyl“ in unseren Köpfen mit der schweren, atomaren Katastrophe, die sich 1986 in dem Kernkraftwerk nahe der ukrainischen Stadt Prypjat ereignete, verknüpft. Viele erinnern sich noch deutlich an die Schreckensbilder, die Tage, Monate und Jahre nach dem Super-GAU veröffentlicht wurden. Detonierte Gebäude, Arbeiter in dicken Schutzanzügen und am schlimmsten: aufgrund der Strahlung missgebildete Kinder. Was oft nicht bekannt ist: Bereits 1982, also rund vier Jahre vor der eigentlichen Katastrophe, kam es im Kernkraftwerk Tschernobyl zu einem gravierenden Störfall. Menschliches Versagen führte im ersten Reaktorblock zu einer Überhitzung. Dadurch wurden radioaktive Gase freigesetzt. Mehrere Arbeiter, die im Zuge der Reparaturarbeiten am Reaktor beschäftigt waren, wurden hohen Strahlendosen ausgesetzt und auch in Prypjat konnte erhöhte Radioaktivität gemessen werden. Ein besorgniserregender Zwischenfall, der auf der INES-Skala mit 5 bewertet, also als ernster Unfall eingestuft wurde. Im Nachhinein jedoch wirkt der Vorfall wie ein aberwitziger Bote für die eigentliche Katastrophe …

Bild: Tschernobyl Reaktor (c) wikimedia, Carl Montgomery