AKW Brunsbüttel

Heute vor 16 Jahren: Wasserstoffexplosion im Reaktor Brunsbüttel

Am 14. Dezember 2001 ereignete sich der wohl schwerste Störfall in einem deutschen Kernkraftwerk (INES Stufe 1).

Im Kernkraftwerk Brunsbüttel (KKB) kam es zu einer Kühlmittelfreisetzung innerhalb des Sicherheitsbehälters (SHB). Die Freisetzung fand aufgrund einer vorangegangen Knallgasexplosion statt, die wenige Meter vom Reaktordruckbehälter (RDB) entfernt eine Rohrleitung platzen lies. Durch ein unbeschädigtes Absperrventil konnte das Leck nach vier Minuten abgedichtet werden. Gravierend war nicht die Explosion, sondern dass diese in der Nähe des RDBs stattfand. Weiterlesen Heute vor 16 Jahren: Wasserstoffexplosion im Reaktor Brunsbüttel

Heute vor 65 Jahren: Vorfall in Chalk River, der erste große Reaktorunfall

Der erste größere Unfall in einem Kernreaktor ereignet sich in den Chalk River Laboratories in Ontario, Kanada.

Durch menschliches Versagen kommt es im Reaktorkern zu einer partiellen Kernschmelze, welche  wiederum zu einer Knallgasexplosion führt. Durch die Explosion werden mindestens 100 TBq an Spaltprodukten freigesetzt. Um eine Kontamination des nahegelegenen Ottawa Rivers zu verhindern, werden vier Millionen Liter radioaktiv verseuchtes Wasser in eine sandige Sickergrube gepumpt. Dieser Vorfall wird auf der internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse (INES) mit 5 bewertet.

Bild: Warning sign at entry to Hanford Site, Washington (c) en:User:TobinFricke, commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0

Heute vor 68 Jahren: Experiment Green Run

Im Zuge des Experiments „Green Run“ wird am 2. Dezember 1949 auf dem Gelände des militärischen Nuklearkomplexes Hanford Site in den USA eine radioaktive Wolke ausgestoßen.

Für den Ablauf des Versuchs verkürzen die Forscher die Abklingzeit des Urans von den normalerweise veranschlagten ca. 100 Tagen auf 16 Tage.

Dadurch wird das bei der Zersetzung entstehende, radioaktive Gas Jod-131 in großen Mengen ausgestoßen. Die Freisetzung ist durchaus beabsichtigt, denn die  Techniker wollen Messungen zur Stärke der Radioaktivität durchführen.

Jod-131 hat zwar eine sehr geringe Halbwertszeit von 8 Tagen und ist deswegen in der Luft recht schnell unschädlich, kann aber in Bodennähe Vegetation, Tiere und natürlich auch Menschen belasten. Bodenproben in der Umgebung des Geländes weisen zum Zeitpunkt des Versuchs eine Belastung von mehreren zehntausend Becquerel auf.

Zwar wird der Verlauf des Experiments genau dokumentiert, die Informationen werden aber geheim gehalten und gelangen erst Jahre später an die Öffentlichkeit.

Mehr Informationen finden sich hier.