Bild_Tschernobyl_Reaktor_Quelle_Wikimedia_Carl_Montgomery Tschernobyl-Reaktor

Heute vor 31 Jahren: Bekanntmachung der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl

Sie wundern sich vielleicht, dass dieser Beitrag zur Nuklearkatastrophe von Tschernobyl erst heute erscheint. Doch dies hat einen guten Grund – vor genau 31 Jahren wurde der Unfall erstmals publik gemacht, obwohl das Ereignis bereits zwei Tage zuvor geschah.

Die sowjetische Regierung setzte damals alles daran, den Vorfall zu vertuschen und verhängte eine Nachrichtensperre. So meldete die russische Nachrichtenagentur TASS erstmals am 28.04.1986 um 21:00 Uhr (Ortszeit), dass es einen Unfall im Kraftwerk gegeben hätte und eine halbe Stunde später wurde in der Sendung Wremja bekanntgegeben, dass eine Beschädigung des Reaktors vorliege und Maßnahmen zur Beseitigung ergriffen worden wären. In Deutschland wurde um 19:32 Uhr eine erste Eilmeldung durch die dpa verschickt.

Die Katastrophe von Tschernobyl war eine Mischung aus menschlichem Versagen, Unkenntnis, Sicherheitslücken und Materialproblemen. Bei der geplanten Simulation eines vollständigen Stromausfalls, um das Anspringen der Notstromaggregate zur überprüfen, kam es zu einer fatalen Kettenreaktion und der gewaltigen Explosion im Reaktor 4.

Die Folgen des Super-GAUs sind noch heute deutlich spürbar, u.a. mit dramatischen Auswirkungen für Gesundheit, Ökologie und Wirtschaft (z. B. die immensen Kosten des Sarkophags).

Bild: Tschernobyl-Reaktor (c) wikimedia, Carl Montgomery

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