Atomkraftwerk Isar mit den Blöcken 1 (außer Betrieb) und 2 (in Betrieb)

Heute vor 6 Jahren: Stilllegung des AKWs Isar 1

Das Kernkraftwerk Isar 1 ist am 21. März 1979 in Betrieb gegangen und hat bis zum Jahr 2011 den Freistaat Bayern mit 198,3 Millionen Megawattstunden Strom (netto) versorgt.

Nach der Katastrophe in Fukushima wurde zunächst angekündigt, das Kraftwerk zum 15. März herunterzufahren, wobei am 16. März der Betreiber E.ON mitteilte, dass man nur auf eine 15% Volllast reduziert. Damals hoffte man, dass der Normalbetrieb nach dem dreimonatigen Moratorium wieder aufgenommen werden kann. Am nächsten Tag wurde jedoch von den Umweltministerien der Länder und des Bundes angeordnet das AKW komplett herunterzufahren, sodass am 17. März um 16 Uhr Isar 1 vom Netz genommen wurde. Am 30. Juni 2011 verlor das Kraftwerk durch einen Beschluss der Bundesregierung die Berechtigung zum Leistungsbetrieb. Knapp ein Jahr später wurde am 10. Mai 2012 der Rückbau des Kraftwerks von E.ON beantragt. Weiterlesen Heute vor 6 Jahren: Stilllegung des AKWs Isar 1

Heute vor 6 Jahren: Atom-Moratorium der Regierung-Merkel

Aufgrund der Nuklearkatastrophe in Fukushima gab Bundeskanzlerin Angela Merkel am 14. März 2011 bekannt, dass ein dreimonatiges Moratorium verhängt wird. Damit wurden die 2010 beschlossene Laufzeitverlängerung wieder außer Kraft gesetzt. Diese wurde am 5. September 2010 beschlossen und verlängerte die Betriebsdauer für ältere Anlagen um acht und jüngere um 14 Jahre. Mit dem Kernsatz „Wir können nicht einfach zur Tagesordnung übergehen“ verkündete die Kanzlerin diese vorübergehende Stilllegung am Abend. Weiterlesen Heute vor 6 Jahren: Atom-Moratorium der Regierung-Merkel

AKW Bohunice: Noch immer mit 2 Reaktoren in Betrieb (c) IAEA / commons.wikimedia.org, CC BY-SA 2.0

Heute vor 40 Jahren: Vorfall im Atomkraftwerk Bohunice

Am 22. Februar 1977 kam es im Reaktor A1 des Atomkraftwerks Jaslovské Bohunice zum Letzten einer Reihe folgeschwerer Unfälle. Bei dem Versuch, neue Brennstäbe einzusetzen, geschah ein fataler Fehler: vergessene Brennelement-Verpackungsreste an einem Brennstab verstopften den Kühlkanal und führten zu einer unkontrollierten Überhitzung im Reaktorkern. Weiterlesen Heute vor 40 Jahren: Vorfall im Atomkraftwerk Bohunice

Bild: Kernkraftwerk Brunsbüttel – Landseite (c) Steffen Papenbroock, commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0

Heute vor 15 Jahren: Wasserstoffexplosion im Reaktor Brunsbüttel

Am 14. Dezember 2001 ereignete sich der wohl schwerste Störfall in einem deutschen Kernkraftwerk (INES Stufe 1).

Im Kernkraftwerk Brunsbüttel (KKB) kam es zu einer Kühlmittelfreisetzung innerhalb des Sicherheitsbehälters (SHB). Die Freisetzung fand aufgrund einer vorangegangen Knallgasexplosion statt, die wenige Meter vom Reaktordruckbehälter (RDB) entfernt eine Rohrleitung platzen lies. Durch ein unbeschädigtes Absperrventil konnte das Leck nach vier Minuten abgedichtet werden. Gravierend war nicht die Explosion, sondern dass diese in der Nähe des RDBs stattfand. Weiterlesen Heute vor 15 Jahren: Wasserstoffexplosion im Reaktor Brunsbüttel

US AEC SL-1 nach dem Unfall

Heute vor 61 Jahren: Kernschmelze in Idaho Falls

In Idaho Falls, in den USA, kommt es am 29. November 1955 im Forschungsreaktor EBR-I zu einer partiellen Kernschmelze.

Durch einen Test, der eine schnellere Leistungssteigerung ermöglichen soll, schmilzt der Reaktorkern aus angereichertem Uran und einem geringen Anteil an Zirconium. Der Vorgang bewirkt, dass dabei das Kühlmittel NaK verdunstet und schmelzender Brennstoff in die Röhren des Kühlsystems gelangt, was wiederum zur Unterschreitung der Kritikalität führt.

Als Folge davon schaltet sich der Reaktor selbst ab. Auf der INES-Skala wird dieser Vorfall mit 4 bewertet.

Atomkraftwerk Isar mit den Blöcken 1 (außer Betrieb) und 2 (in Betrieb)

Heute vor 5 Jahren: Stilllegung des AKWs Isar 1

Das Kernkraftwerk Isar 1 ist am 21. März 1979 in Betrieb gegangen und hat bis zum Jahr 2011 den Freistaat Bayern mit 198,3 Millionen Megawattstunden Strom (netto) versorgt.

Nach der Katastrophe in Fukushima wurde zunächst angekündigt, das Kraftwerk zum 15. März herunterzufahren, wobei am 16. März der Betreiber E.ON mitteilte, dass man nur auf eine 15% Volllast reduziert. Damals hoffte man, dass der Normalbetrieb nach dem dreimonatigen Moratorium wieder aufgenommen werden kann. Am nächsten Tag wurde jedoch von den Umweltministerien der Länder und des Bundes angeordnet das AKW komplett herunterzufahren, sodass am 17. März um 16 Uhr Isar 1 vom Netz genommen wurde. Am 30. Juni 2011 verlor das Kraftwerk durch einen Beschluss der Bundesregierung die Berechtigung zum Leistungsbetrieb. Knapp ein Jahr später wurde am 10. Mai 2012 der Rückbau des Kraftwerks von E.ON beantragt. Weiterlesen Heute vor 5 Jahren: Stilllegung des AKWs Isar 1

Heute vor 5 Jahren: Atom-Moratorium der Regierung-Merkel

Aufgrund der Nuklearkatastrophe in Fukushima gab Bundeskanzlerin Angela Merkel am 14. März 2011 bekannt, dass ein dreimonatiges Moratorium verhängt wird. Damit wurden die 2010 beschlossene Laufzeitverlängerung wieder außer Kraft gesetzt. Diese wurde am 5. September 2010 beschlossen und verlängerte die Betriebsdauer für ältere Anlagen um acht und jüngere um 14 Jahre. Mit dem Kernsatz „Wir können nicht einfach zur Tagesordnung übergehen“ verkündete die Kanzlerin diese vorübergehende Stilllegung am Abend. Weiterlesen Heute vor 5 Jahren: Atom-Moratorium der Regierung-Merkel

AKW Bohunice: Noch immer mit 2 Reaktoren in Betrieb (c) IAEA / commons.wikimedia.org, CC BY-SA 2.0

Heute vor 39 Jahren: Vorfall im Atomkraftwerk Bohunice

Am 22. Februar 1977 kam es im Reaktor A1 des Atomkraftwerks Jaslovské Bohunice zum Letzten einer Reihe folgeschwerer Unfälle. Bei dem Versuch, neue Brennstäbe einzusetzen, geschah ein fataler Fehler: vergessene Brennelement-Verpackungsreste an einem Brennstab verstopften den Kühlkanal und führten zu einer unkontrollierten Überhitzung im Reaktorkern. Weiterlesen Heute vor 39 Jahren: Vorfall im Atomkraftwerk Bohunice

Bild: Kernkraftwerk Brunsbüttel – Landseite (c) Steffen Papenbroock, commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0

Heute vor 14 Jahren: Wasserstoffexplosion im Reaktor Brunsbüttel

Am 14. Dezember 2001 ereignete sich der wohl schwerste Störfall in einem deutschen Kernkraftwerk (INES Stufe 1).

Im Kernkraftwerk Brunsbüttel (KKB) kam es zu einer Kühlmittelfreisetzung innerhalb des Sicherheitsbehälters (SHB). Die Freisetzung fand aufgrund einer vorangegangen Knallgasexplosion statt, die wenige Meter vom Reaktordruckbehälter (RDB) entfernt eine Rohrleitung platzen lies. Durch ein unbeschädigtes Absperrventil konnte das Leck nach vier Minuten abgedichtet werden. Gravierend war nicht die Explosion, sondern dass diese in der Nähe des RDBs stattfand.

Die Betreiber des KKB unterließen die Meldung des Vorfalls an die Atomaufsichtsbehörde.

Erst Wochen nach dem Störfall veranlasste das Ministerium Schleswig-Holsteins eine Stellungnahme, da es Auffälligkeiten bei der Analyse der Daten des AKWs festgestellt hatte (die Daten der Überwachungsgeräte werden direkt an das zuständige Ministerium in Kiel übermittelt und dort mitgeschrieben).

Die Betreiber konnten die aufgezeichneten Daten nicht plausibel erklären, sodass das Ministerium eine Untersuchung des Reaktors forderte. Am 21. Februar 2002 wurde das KKB deshalb für die Inspektion abgeschaltet. Im Bericht des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMUB) wird der Befund wie folgt beschrieben:

„Die Befundaufnahme ergab einen größeren Schaden, ein ca. 2,7 m langes Rohrstück der Deckelsprühleitung fehlte. Ursache für den Rohrleitungsabriss war eine Radiolysegasreaktion.
Die betroffene RDB-Deckelsprühleitung ist ein Teilsystem des Reaktorwasserreinigungssystems und hat die betriebliche Aufgabe, beim Abfahren der Anlage die Abkühlzeit zu verkürzen. Im vorliegenden Fall hatte die innerhalb des SHB abgesperrte Schadensstelle keine radiologischen Auswirkungen, eine Freisetzung von radioaktiven Stoffen nach außen war mit dem Ereignis nicht verbunden.“ (BMUB)

Die Konsequenzen der Untersuchung waren laut BMUB:

„Neben dem Wegfall dieser Rohrleitung und der Beseitigung von Schwachstellen bei der Radiolysegasbeherrschung wurden umfangreiche Maßnahmen auf personellem und organisatorischem Gebiet, die der Beseitigung von Defiziten im Sicherheitsmanagement dienen, umgesetzt.“ (BMUB)

Am 25.03.2003, knapp ein Jahr nach der Abschaltung, wurde das AKW wieder in Betrieb genommen und im Juli 2007 endgültig heruntergefahren.

Quelle: Adamek, Sascha: Die Atomlüge. Getäuscht, Vertuscht, Verschwiegen: Wie Politiker und Konzerne die Gefahren der Atomkraft herunterspielen. München: Wilhelm Heyne Verlag 2011.

Heute vor 60 Jahren: Kernschmelze in Idaho Falls

In Idaho Falls, in den USA, kommt es am 29. November 1955 im Forschungsreaktor EBR-I zu einer partiellen Kernschmelze.

Durch einen Test, der eine schnellere Leistungssteigerung ermöglichen soll, schmilzt der Reaktorkern aus angereichertem Uran und einem geringen Anteil an Zirconium. Der Vorgang bewirkt, dass dabei das Kühlmittel NaK verdunstet und schmelzender Brennstoff in die Röhren des Kühlsystems gelangt, was wiederum zur Unterschreitung der Kritikalität führt.

Als Folge davon schaltet sich der Reaktor selbst ab. Auf der INES-Skala wird dieser Vorfall mit 4 bewertet.