Japan: Atomare Renaissance wird von Protesten begleitet

Viereinhalb Jahre nach der Katastrophe von Fukushima, ging am vergangenen Dienstag das AKW Sendai auf der Insel Kyushu wieder ans Netz. Bis September soll dieses wieder seine volle Leistung erbringen. Aber das ist nur der Anfang. Bis 2030 will die Regierung Japans wieder 20% des Energie-Mixes aus nuklearen Vorgängen gewinnen.

Doch dies führt zu einer tiefgreifenden Spaltung des Landes. Etwa 60-70% der Bevölkerung ist gegen den Wiedereinstieg in die Atomkraft – und das Volk wehrt sich gegen politische Entscheidungen, was in Japan eher ungewöhnlich , seit Fukushima aber deutlich häufiger geworden ist.

Weiterlesen Japan: Atomare Renaissance wird von Protesten begleitet

Die Reaktoren von Hinkley Point A in blau, rechts Hinkley Point B

Klage gegen Hinkley Point C eingereicht

Das britische Atomkraftwerk Hinkley Point soll um einen neuen Reaktor     (Hinkley Point C) erweitert werden. Hierfür wurden EU-Subventionen in Höhe von mehr als 100 Milliarden Euro genehmigt.

Die Österreichische Regierung hat nun beim Gericht der Europäischen Union in Luxemburg Klage eingereicht. Deutsche und österreichische Stromanbieter haben sich angeschlossen und klagen ebenfalls. Leider hat die deutsche Regierung bislang davon abgesehen, sich zu beteiligen. Laut den Klägern widersprechen die genehmigten Subventionen dem Beihilferecht der Europäischen Union und seien somit unrechtmässig. Ausserdem wird eine Verzerrung des europäischen Strommarktes durch Subventionspakete in der Atombranche von den klagenden Unternehmen befürchtet.

Der österreichische Bundeskanzler Werner Fayman (SPÖ) merkte an, dass Subventionen „moderne“ Technologien unterstützen sollen, die im „allgemeinen Interesse aller EU-Staaten“ liegen. Das trifft bei Atomkraft in keiner Weise zu.

Block 1 und 2 des AKW Forsmark

Heute vor 9 Jahren: Störfall im AKW Forsmark

Am 25. Juli 2006 kam es im Kernkraftwerk Forsmark (Provinz Uppland, Schweden) zu einem Störfall. Durch einen Kurzschluss, der von Wartungsarbeiten an einem nahe gelegenen Stellwerk verursacht wurde, kam es zur zeitweiligen Abtrennung des Reaktors Forsmark-1 vom Stromnetz. Vier der acht Kühlwasserpumpen fielen aus und nur zwei der vier Dieselgeneratoren konnten in Betrieb genommen werden. Durch das teilweise Versagen der Anlagensteuerung, verloren die Mitarbeiter für 22 Minuten den Überblick.

Weiterlesen Heute vor 9 Jahren: Störfall im AKW Forsmark